Referat für Ökologie im 17. AStA

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Erfahrungsbericht: AStA-Referat für Ökologie 2013/14 (von Sonja)

Ein Jahr im AStA ist (fast) rum, in dem ich einige Projekte und Veranstaltungen zu Öko-Themen angestoßen oder organisiert haben. Dabei möchte ich zuerst die beiden großen Projekte erwähnen, die ich zusammen mit UniSolar organisiert habe. Das war im Wintersemester die Veranstaltungsreihe über Systemkritik und -alternativen „Alles läuft wie geschmiert?!“ vom 9.1.2014 bis 6.2.2014. Es gab fünf Abendveranstaltungen von Wirtschaftskrise bis Transition Town, die alle durchweg gut besucht waren.
Im Sommersemester organisierten wir anknüpfend an das Vorjahr ein einwöchiges Camp auf dem Campus Golm, den „Slow Down Campus“ vom 16.-21.6.2014, als Zeichen gegen die Beschleunigung der Gesellschaft und des Uni-Alltags. An den Nachmittagen und Abenden gab es Workshops und Diskussionen über Arbeitsmoral, bedingungsloses Grundeinkommen und Selbstorganisation von Schule. Zum Abschluss der Woche gab es einen Aktionskletterworkshop mit Cécile Lecomte. Außerdem bot das Camp allen die Möglichkeit, selbst Workshops anzubieten, so wurde z.B. das Wissen über Heilpflanzen miteinander geteilt und auch Jam-Runden mit Gitarren waren dabei. Mehr Infos bei UniSolar.

Im letzten Herbst erarbeitete ich mit einigen anderen zusammen ein Konzept für einen Umsonst- und Leihladen mit selbstorganisiertem Café für die Potsdamer Innenstadt. Leider ließ sich das Konzept bis jetzt nicht umsetzen, da wir die anvisierten Räume dann doch nicht bekamen. Vielleicht findet sich ja irgendwann nochmal eine Verwendung dafür.
Über das Jahr verteilt organisierte ich immer mal wieder kleinere Info-Veranstaltungen, Lesungen oder Filmvorführungen zu Themen wie Agrarökologie, EU-Saatgutgesetzgebung oder Uranabbau.
Des weiteren unterstützte ich die Umweltkommission bei ihren Bemühungen, den Ressourcenverbrauch der Uni zu senken und die Campusentwicklung nachhaltig zu gestalten. Ich setzte mich beim Studentenwerk und der Unileitung für die Interessen der umweltaktiven Gruppen ein, wie dem AK Mensa, der Bunten Wiese oder dem AK Studium Oecologicum und versuchte sie bei ihrer Arbeit zu vernetzen und zu unterstützen.

Natürlich stand daneben auch allgemeine Arbeit für die Studierendenschaft an. So habe ich mich z.B. in dem Arbeitskreis um Probleme mit der Anerkennung von Studienleistungen auf Papierscheinen eingebracht, sowie für ein vorläufiges Semesterticket und eine vorläufige Immatrikulation, wenn der Übergang zwischen Bachelor und Master nicht ganz glatt läuft – leider nicht sehr erfolgreich, da ich dort an der Sturheit des Prüfungsamtes scheiterte. Leider ist diese Baustelle dann zwischen all den anderen Dingen liegen geblieben.
Mit Nextbike verhandelte ich eine Vertragsverlängerung des „CampusRad“, das allen Studierenden erlaubt, drei Stunden täglich kostenlos mit einem Nextbike zu radeln. Außerdem mischte ich mich in die stadtpolitische Debatte um umweltgerechte Mobilität im Zuge des Ausbaus des Radwegs auf der Lindenallee ein.
Des weiteren habe ich mich bei der Erstellung eines Haushalts für die Studierendenschaft und bei der Debatte um eine mittelfristige Finanzplanung eingebracht. Neben der Beratung von Studis während der Sprechzeiten bleibt dann natürlich noch die Hilfe bei allen größeren Veranstaltungen oder Kampagnen wie dem Sommer- und dem Winterfest, der Wohnungsnotkampagne, der Vollversammlung oder dem Kongress „Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden“ zu erwähnen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass dies ein Jahr mit viel Arbeit, viel Stress, aber auch viel Spaß, Erfahrung und Weiterentwicklung war und ich viele interessante Menschen kennengelernt habe und wir einige coole Projekte umgesetzt haben. Und ich kann jedem nur empfehlen, auf die Regelstudienzeit – die eine Mindeststudienzeit ist – zu scheißen (wenn es einem finanziell möglich ist) und politisch aktiv zu werden und euch einzubringen wo ihr nur könnt. Aber vergesst dabei nicht, auf euch selbst zu achten!

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