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Probleme lösen, aber mit wem?

Letzte Woche haben wir alle das StuPa neu gewählt (OK, nur jeder 10. von uns), aber viel anderes als letztes Jahr ist dabei nicht herausgekommen. Die alte AStA-Koalition hat wieder ihre 15 Sitze und könnte weitermachen, neu ist aber auch die rechnerische Möglichkeit einer GAL-Jusos-Koalition, die auf eine knappe Mehrheit mit 14 Sitzen kommt. Wir haben die Listen gefragt, welche Koalition sie sich jetzt wünschen und was sie zum Wahlergebnis sagen.

Die LUST gratuliert den Gewinnern und freut sich, dass sie ihr “gutes Ergebnis der Wahlen 2008 bestätigen” konnte. Nun wünscht sich Kandidatin Kristin Walter einen AStA, der “im Sinne der meisten Studenten agiert und nicht nur einer bestimmten Klientel”. Man solle “pragmatisch und tatkräftig an die Lösung der bestehenden Probleme” gehen. “Der letzte AStA war so groß wie noch nie und hat noch mehr Arbeit unerledigt gelassen, als die davor.”

Auch Shine UP ist zufrieden über ihr “gutes Wahlergebnis und 3 Sitze im StuPa, um weiterhin gute ‘Politik’ für die Studierenden zu machen.” Wichtig seien für Janis Klusmann “Inhalte und konkrete Projekte, mit denen Probleme gelöst” werden. Und: “Wir verschließen uns keiner Koalition.”

Enttäuschung dagegen beim RCDS: Trotz “gesteigerten Engagements im Wahlkampf” blieben Zugewinne aus. “Die Wähler haben sich wieder für ein politisch linkes StuPa entschieden. Das müssen wir so ersteinmal hinnehmen und versuchen unsere Rolle als Opposition bestmöglich auszufüllen”, schreibt Spitzenkandidat Lucas Müller. “Wahrscheinlich wird der letztjährige AStA, dessen Arbeit wir als misslungen ansehen, fortbestehen.”

Die GAL sieht sich als Wahlsieger und freut sich, “dass wir trotz 60% weniger Kandidaten als die Jusos immer noch stärkste Kraft sind”. Björn Ruberg wünscht sich klar eine Koalition mit den Jusos, eine “Grün-Rote”.

Die so umworbenen Jusos sehen in ihrem Zuwachs eine “Bestätigung unserer Arbeit innerhalb des StuPas und insbesondere (gemeinsam mit unseren Koalitionslisten) innerhalb des AStAs”. Sie wollen jetzt ein möglichst breites Bündnis mit vielen Listen – aber ohne den RCDS. Schon letztes Jahr hatten sie eine solche Koalition forciert, allerdings wollte die GAL da nicht mitmachen.

Spannend wird also, für wen sich die multikompatiblen Jusos entscheiden, wenn es wieder nicht zu einer breiten Koalition kommt: 2006/7 arbeiteten sie noch mit RCDS, LUST und GAL zusammen, die folgenden zwei Jahre dann mit den linken Listen.

Und die Wahlbeteiligung? Mehr als 11,3% wurden sonst nur erreicht, als auch über das Semesterticket abgestimmt wurde. Relativ hoch, sagt also die GAL und führt das auf die vielen Kandidaten und ihre Melonen-Stände zurück. Ohne das S-Bahn-Chaos wäre noch mehr drin gewesen. “Erschreckend gering” findet sie dagegen der RCDS. “Die universitären Gremien scheinen die meisten Studenten leider nicht zu interessieren. Dass die Wahlen statt finden war ja eigentlich kaum zu übersehen.”

Siehe auch: Grüne wollen mit den Jusos (PNN)

Bearbeitung 23:34 Uhr:  Es gab einiges Hin- und Her mit der Stellungnahme der GAL. Die nun aktuelle ist für die Öffentlichkeit gedacht und unterscheidet sich auch kaum von der ursprünglichen.

33 Kommentare »

  1. 1

    Anonymous schrieb,

    27. Juli 2009 @ 10:05

    “multikompatibel”, erst hier, dann mit denen… linke liste. warum werden rcds, lust und gal nicht einprägsam zusammengefasst?
    so macht sich doch die gal doch hier keine freunde und wundert anschließend öffentlichkeitswirksam wieder rum, dass niemand mit ihnen koalieren will.
    vielleicht kann die zitrone ja versuchen so zu schreiben, dass die gewünschte positive narration des gal-daseins an der uni etwas weniger bekloppt wirkt.

  2. 2

    Georg schrieb,

    27. Juli 2009 @ 11:57

    Wie kommst du darauf, “multikompatibel” sei ein Zitat der GAL?

  3. 3

    Anonymous schrieb,

    27. Juli 2009 @ 12:51

    es ist von einer positiven narration des gal-daseins, nicht von einem zitat, geschrieben worden. ich schlage eine umfrage oben rechts vor:
    die zitrone steht folgender hochschulgruppe nahe:
    RCDS
    GAL
    LUST
    JUSOS
    shineUP
    BEAT…
    wahlweise könnte auch watchyourasta einer solchen umfrage unterzogen werden.

  4. 4

    Peter schrieb,

    27. Juli 2009 @ 13:33

    @anonym, aus Deiner Narration entnehme ich, dass Du die Zitrone nicht magst, sie für nicht neutral hälst

    @zitrone, gibt es keine Antwort der BEAT, mit wem die wollen und vor allem wohin?

  5. 5

    Anonymous schrieb,

    27. Juli 2009 @ 13:45

    @peter. du kannst meiner erzählung entnehmen, dass ich die zitrone nicht für neutral halte. ansonsten brauchst du keine angst haben, dass ich einer offenen diskussionsplattform wie dieser meine liebe entziehe.

  6. 6

    Georg schrieb,

    27. Juli 2009 @ 14:00

    @Peter: Nein, BEAT hat leider nicht geantwortet.
    @Anonym: Finde die Idee mit der Umfrage auch spannend. :) Mal sehen, was die anderen davon halten.

  7. 7

    Mark schrieb,

    27. Juli 2009 @ 14:25

    Was ist denn mit der Stellungnahme der GAL passiert, sich zu freuen, besser als die Jusos gewesen zu sein und eine ausdrücklich “grün-rote” Koalition anzustreben?

    Hat da jemand seine Maske fallen lassen und muss jetzt aus Rücksicht auf die Jusos zurückrudern?

  8. 8

    Mark schrieb,

    27. Juli 2009 @ 14:34

    Was ist denn mit der Stellungnahme der GAL passiert, sich zu freuen, besser als die Jusos gewesen zu sein und eine ausdrücklich “grün-rote” Koalition anzustreben?

    Hat da jemand seine Maske fallen gelassen und muss jetzt aus Rücksicht auf die Jusos zurückrudern?

    Einfach nur peinlich!

  9. 9

    Anja schrieb,

    27. Juli 2009 @ 15:20

    Hi,

    war bisher treue GAL-Wählerin. Ich fand die GAL-Forderung nach mehr Transparenz und Öffentlichkeit der studentischen Selbstverwaltung sehr gut:

    http://www.stud.uni-potsdam.de/~gal/index/304/seite/Studentische-Mitbestimmung-und-Demokratie-an-der-Uni-st%E4rken/MODE=0

    Dass nun Zitrone-Beiträge im Nachhinein von der GAL zensiert werden, ist nichts anderes als Wählertäuschung! Vor der Wahl wird noch das eine gefordert, nach der Wahl wird nach dem jeweiligen Kalkül anders gehandelt.

    Beim nächsten Mal wähle ich wohl besser die Juso-HSG!

  10. 10

    Björn Ruberg schrieb,

    27. Juli 2009 @ 16:13

    Hallo,

    also, ich weiß nicht, was daran Zensur sein soll.

    Georg hat in dem Artikel da oben ein Zitat von mir veröffentlicht, dass für ihn persönlich und nicht für die Öffentlichkeit gedacht war.
    Ich war davon überrascht und habe ihn gebeten, statt dessen lediglich unsere Freude darüber auszudrücken, wiederum stärkste Kraft geworden zu sein – obwohl wir tatsächlich viel weniger Kandidaten hatten als andere Listen. Das ist inhaltlich mit dem Zitat gleichwertig.

    Stattdessen hat er lieber wieder alles entfernt und diesen wenig schmeichelhaften Kommentar geschrieben. Da wäre besser das ursprüngliche Zitat geblieben, schlimm war das auch nicht.
    Man merkt: Offensichtlich wird die GAL hier nicht bevorzugt behandelt.

    Natürlich sind wir dafür die Studierendenschaft transparent zu gestalten. Eine offen lesbare StuPa-Mailingliste gehört genauso dazu wie regelmäßige und pünktliche Rechenschaftsberichte und Beschlussprotokolle.
    Genauso freuen wir uns über neutrale und unabhängige Presse – und schimpfen nicht über sie nur weil sie uns nicht nach der Pfeife tanzt.

    PS: Interessant wie oft hier in letzter Zeit in den Kommentaren zum Wählen der Jusos aufgerufen wird ;)

  11. 11

    Georg schrieb,

    27. Juli 2009 @ 22:14

    Zur Ergänzung bzgl. GAL-Zitat: Ich hatte folgende E-Mail an alle Listen wie auch an info@gal-potsdam.de geschickt:
    —-
    Hallo,

    ich möchte gern in der Zitrone über Eure Meinung zum
    StuPa-Wahlergebnis schreiben. Magt Ihr mir dazu diese 2 Fragen
    beantworten?

    1) Wie kommentiert ihr das Ergebnis und die Wahlbeteiligung?
    2) Welche Koalition wünscht Ihr Euch jetzt?

    —-
    Daraufhin bekam ich von Björn eine Mail, aus der ich dann zitiert habe. In Björns Antwort war leider kein Hinweis, das die Mail oder Teile daraus nicht veröffentlicht werden dürfen.

    Ich verändere aber Artikel im Nachhinein wenn überhaupt nur transparent. Als ich erfuhr, dass das Zitat nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, habe ich es daher erstmal kenntlich herausgenommen. (@Anja: Das habe ich freiwillig gemacht.)

    Ich finde auch unglücklich, wie dieses – nun ja, Missverständnis? – gelaufen ist und bedaure das sehr.

    Zwar schreibe ich auch mit HoPo-Aktiven ab und zu private Mails, aus denen ich natürlich nicht einfach so zitiere. Ich gehe aber davon aus, dass ich aus Antworten auf E-Mails, mit denen ich eine Zitrone-Artikel ankündige, auch zitieren darf. Falls nicht, schreibt das bitte dazu.

  12. 12

    Stefanie schrieb,

    27. Juli 2009 @ 22:22

    nun ja, Anja, besser als die Jusos ist ja wohl die Shine Up, die sich ja immerhin für mehr Öko einsetzt.

    Die Jusos sind einfach zu planlos und dabei unkoordiniert und außerdem viel zu sehr auf die Landes- oder Bundespolitik orientiert.

  13. 13

    Anja schrieb,

    27. Juli 2009 @ 22:35

    Shine UP ist mir zu spassig und zu inkonsequent: einerseits Spass predigen und dann mit BEAT und der Linken.SDS für den Senat als Linke Listen kandidieren.

    Dann schon lieber Juso-HSG, die sind sympathisch, mitte-links und vernünftig!

    Die Orientierung auf Landes- und Bundespolitik finde ich ok und notwendig. Nur in der Uni kannst Du nichts bewegen!

  14. 14

    Georg schrieb,

    27. Juli 2009 @ 22:47

    … Und noch ein persönlicher Nachtrag: ich wünsche für die laufenden Koalitionsverhandlungen alles Gute mit der Hoffnung, dass ein produktiver und netter AStA herauskommt.

    Die Zitrone will diese Verhandlungen nicht behindern oder in eine bestimmte Richtung beeinflussen, sondern die Kommunikation zwischen den Listen und mit den Studis fördern – dabei bekanntlich auch etwas süß-sauer.

    Vielen Dank an alle HoPo-Aktiven! Ohne Euch gäbe es hier nichts zu schreiben.

  15. 15

    GroßeKoalition schrieb,

    28. Juli 2009 @ 00:53

    Ich schließ mich Georg an: Und finde wir brauchen eine wirklich große Koalition. Also GAL-BEAT-SHINEUP-JUSOS.
    Das meine ich übrigens ernst.
    Tschüßi

  16. 16

    Maria schrieb,

    28. Juli 2009 @ 06:01

    Wie die Fähnchen im Wind die GAL: Blowing in the wind of change…

    Dann doch lieber Windenergie mit der ultragrünen shine up!

  17. 17

    Mario schrieb,

    28. Juli 2009 @ 07:36

    Danke an Georg und die Zitrone für das Aufdecken politischer Spielchen!

    In diesem Falle habt Ihr das Verhalten von Björn und die GAL transparent gemacht. Entscheidend für das “Hin und Her” waren keine Mißverständnisse, sondern politisches Kalkül und sich verändernde Rahmenbedingungen seitens der sogenannten Grün Alternativen!

    So ist Hochschulpolitik nur noch ein Abklatsch “Großer Politik”! Eigentlich schade!

  18. 18

    Liberale Hochschulgruppe schrieb,

    28. Juli 2009 @ 11:01

    Die Liberale Hochschulgruppe meint will dem noch etwas hinzufügen:
    Das gute zuerst: Die Wahlbeteiligung ist gestiegen, wenn auch nur
    leicht. Aus unserer Sicht hat sich aber im StuPa nach dieser Wahl nur
    wenig geändert. Es gab lediglich ein paar Verschiebungen im linken
    Lager.

    Bei vorliegendem Ergebnis würde wir uns wünschen, dass die Juso-HSG mit der GAL koaliert um so aus der radikallinken Ecke herauszutreten. Unsere Befürchtung ist jedoch, dass sie den AStA des letzten Jahres kaum verändert wiederholen wird. Das ist sehr zu bedauern!
    Mit unserem eigenen Ergebnis sind wir, das muss man offen zugeben, alles andere als zufrieden. Wir werden das Jahr nutzen müssen um uns
    programmatisch breiter aufzustellen und im nächsten Jahr weitaus
    präsenter in der Hochschulöffentlichkeit sein. Viel hat nicht gefehlt zu
    einem Sitz – wir bleiben optimistisch!

  19. 19

    Georg schrieb,

    28. Juli 2009 @ 11:03

    @Mario: Ich glaub im Nachhinein nich, dass es da viel um Kalkül ging. Björn fand sich wohl vorher einfach nur zu salopp zitiert.

  20. 20

    Stefan schrieb,

    28. Juli 2009 @ 11:26

    @anonymous: ich finde es albern, der zitrone wegen dieses artikels gal-nähe zu unterstellen. Vielmehr freue ich mich über die faire, transparente und neutrale Berichterstattung der zitrone! Sehr schade ist, dass die Beat mit der zitrone nicht kommunizieren will und sich der freien presse ein stück entzieht.
    @Liberale Hochschulgruppe: schade für euch, dass es beim ersten platz nicht für einen sitz gereicht hat. Kommt doch am besten trotzdem mal zu StuPa- und AStA-Sitzungen vorbei, beteiligt euch und sammelt erfahrung fürs nächste mal.

  21. 21

    Stefanie schrieb,

    28. Juli 2009 @ 14:52

    Schön, dass es hier wieder Björn Ruberg Hasser gibt.
    So was dummes aber auch, dass er einfach nicht aufhören will, die Fehler der angeblich linken anzuprangern.

    Ich hoffe, dass die Jusos nicht mit ihrem Wunsch nach nem großen Asta durchkommen, das würde bedeuten noch mehr Posten für noch mehr Nichts Tuer.

    Auch im Stupa braucht es ne Opposition.

    Naja Shine Up und grün…wolltet ihr nicht mal Hubschrauber-Lande-Plätze?

    Klar, war ein Witz, wie das ganze Wahlprogramm.

  22. 22

    Mathias Kern schrieb,

    28. Juli 2009 @ 16:11

    Liebe Stefanie,

    ich erkenne keinen Björn-Hass in diesen Beiträgen. In einem, ich glaube von Mario, wird sein Verhalten in einem konkreten Fall kritisiert, mehr aber auch nicht!

    Den Wunsch der Juso-Hochschulgruppe nach einem großen und breiten AStA gleichzusetzen mit dem Wunsch nach mehr Nichts-Tuern erachte ich als polemisch und unbegründet. Diesem Wunsch von uns Jusos liegt eine Veränderung der Studierendenstruktur und einer veränderten/vergrößerten Anforderungslage in Zeiten von Bachelor- und Master zu Grunde! Zudem die Erfahrung mehrjähriger hochschulpolitischer Schaukämpfe, die die Arbeit im AStA, aber auch im StuPa stark belastet haben!

    Nichts-Tun oder Aktivität ist v.a. eine Frage der ausgewählten Personen, deren Vorbereitung sowie Unterstützung, aber auch des Klimas im AStA-Team!

    Liebe Liberale Hochschulgruppe,

    auch ich freue mich, dass Ihr nach Jahren der Nichtexistenz wieder aktiv geworden seid. Das Stellen anderer Listen in eine radikallinke Ecke, ohne diese oder ihre Arbeit näher zu kennen, ist aber offensichtlich nach Meinung von 98,2 % der wählenden Studierenden nicht ausreichend und meiner Ansicht nach nichts anderes als schlechter Stil!

    Die Juso-HSG will alte Gräben zuschütten und zu einer anderen Form der Zusammenarbeit kommen. Es kann nicht sein, dass Studierende wegen unterschiedlichen politischen oder kulturellen Ausrichtungen gegeneinander ausgespielt werden. Die Juso-HSG vertritt sowohl konventionelle als auch links-alternative Interessen. Dies widerspricht eventuell manchem klassischen Politikverständnis, das vom Bedienen jeweiliger Klientelinteressen ausgeht . Für uns spielt keine Rolle, ob jemand ein/e Anzugträger/in oder ein Mensch mit, beispielsweise, Dreadlocks ist. Dieses einschließende und nicht ausschließende Politikverständnis mag nicht nach jederfraus/-manns Geschmack sein, ist aber Verständnis von uns, den momentan Aktiven in der Juso-HSG, wobei wir bei den Uniwahlen um ca. 5 % gestärkt wurden und damit klarer prozentualer Gewinner der Uniwahlen sind!

    Entscheidend für die Koalitionsbildung werden inhaltliche Überschneidungen, konkrete Projektideen , aber auch der Wille zur produktiven und fairen Zusammenarbeit sein. Jede/r, die/der dazu in der Lage ist, ist herzlich dazu eingeladen!

    Mit solidarischen Grüßen,

    Mathias

  23. 23

    Stefanie schrieb,

    28. Juli 2009 @ 17:00

    Naja, im letzten Stupa-Protokoll ist doch schon die Richtung vorgegeben.
    Da sagt Claudia Fortunado: Der Asta war stark, die Opposition schwach. “Weil ihr in vielen Bereichen auch nicht die dazu nötigen Kompetenzen besitzt.” Für sie bedeutet, “ihr nicht in der Lage wärt den nächsten AStA zu stellen.”

    Hm, wenn ich dann so die Auflistungen sehe, wieviele Asta-Rechenschaftsberichte fehlen, dann ist ja klar, warum die anderen die Kompetenzen nicht haben können.

    Nun ja, aber warum sollte man auch die Opposition auch informieren, die kritisiert ja eh nur rum.

    Mich würde mal interessieren, ob der Asta genauso über Bildungsministerin Wanka denkt, die macht das doch ähnlich. Einfach oftmals Nicht-Informieren. Die anderen haben eh nicht die Kompetenz.

    @Mathias Kern:
    Aber es ist doch so, dass in diesem Asta Referenten waren, die ins Ausland verschwunden sind und trotzdem wurde dafür Geld kassiert aber kein Ersatz gestellt, denn einen Rücktritt gab es ewig nicht, oder ist das falsch?

  24. 24

    Mathias Kern schrieb,

    28. Juli 2009 @ 21:05

    Die Arbeit im Bereich Ökologie ist aber in der Gesamtsumme positiv:

    - Ökonewsletter
    -Unisolar vorangebracht => konkrete Solardächer in Aussicht
    - Vernetzung umweltpolitischer Initiativen

    Das ist für mich entscheidend! Aber jede/r muss das für sich einschätzen.

    Im neuen Jahr ist im Bereich Ökologie aber auch viel zu tun:

    - Ökostrom für Uni und Studentenwerk
    - Erarbeitung und Durchsetzung eines Ökologie-Zusatzzertifikates
    - Forcierung von Fairtrade-Produkten
    - Mehr vegane Angebote in den Mesen
    - Solardächer endlich auf die Uni- und KuZe-Dächer => Lohn des letztjährigen Engagements einfahren
    - weitere Vernetzung umweltpolitischer Initiativen
    - Fortführung des Öko-Newsletters
    ….

    Für eine soziale, demokratische und ökologische Uni, zusammen und nicht gegeneinander :-)

  25. 25

    Björn Ruberg schrieb,

    29. Juli 2009 @ 01:56

    Lieber Mathias,

    Insgesamt kann ich die Arbeit in dem Referat nicht so positiv bewerten, selbst wenn deine Darstellung richtig wäre.

    UniSolar wurde von Robert Pietzcker, einem PIK-Doktoranden, ins Leben gerufen. Der hat das Projekt angeschoben – der AStA hat freundlicherweise seinen Aufruf an ein paar Verteiler weiter geleitet. Das Ökologie-Referat war später zwar bei den meisten Treffen anwesend – aber das war ich genauso.
    Von der erwähnten Referentin hat man bei Uni-Solar aus von Stefanie genannten Gründen monatelang nichts gehört. Das ist schade, denn das Projekt krankt sehr an mangelndem Personal. ( Wer mitmachen möchte, kann übrigens hier unsere Mailingliste abonnieren: https://mail.asta.uni-potsdam.de/mailman/listinfo/solardaecher oder Mail an mich: bjoern@gal-potsdam.de )

    Der AStA hat sich keinesfalls mehr an dem Projekt beteiligt, als ich es getan habe. Sorry, seit Monaten bin ich die einzige hochschulpolitisch aktive Person, die sich bei Uni-Solar engagiert. Daneben gibt es neuerdings wieder einen AStA Öko-Referenten. Aber von dem erwarte ich auch ganz einfach, dass er zu den Treffen kommt – das gehört irgendwie zu den Pflichtaufgaben des Ökologiereferats.

    Der Rest der Leute dort hat mit der Hochschulpolitik nichts am Hut. Da ist es eigentlich ein Schlag ins Gesicht, wenn sich eine bestimmte sonnige Liste mit deren Federn schmückt und das Projekt für sich vereinnahmt, gar sogar behauptet, sie hätte es “initiiert”. Ich mag es jedenfalls nicht, wenn eine andere Liste (auch) mit meiner Arbeit Werbung für sich macht.

    Langer Rede, kurzer Sinn: Hinter die “positive” Gesamtsumme des Ökologiereferats stelle ich ein dickes Fragezeichen. Und um zur eigentlichen Frage zurück zu kommen: Stefanie hat also Recht?

    Gruß,

    Björn

  26. 26

    Andreas schrieb,

    29. Juli 2009 @ 02:39

    Hi,

    Das nächste mal schreiben wir rein dass es eigentlich dein Projekt ist. Das Pamphlet anstelle eines Wahlprogramms (soviel Zeit muss sein) ist ja sowieso ein Witz!

    Sonnige Grüße

  27. 27

    Mathias Kern schrieb,

    29. Juli 2009 @ 06:23

    Klärt das mal untereinander!

    Danach können wir gemeinsam für eine ökologische Uni Kämpfen!

  28. 28

    Björn Ruberg schrieb,

    29. Juli 2009 @ 11:10

    Ich habe mitnichten geschrieben, dass es “mein” Projekt sei. Das zu behaupten wäre genauso falsch, wie wenn shineUP sich damit rühmt.

    Lieber Mathias, wir HABEN ein Jahr gemeinsam in Uni-Solar für eine ökologische Uni gekämpft. Wir, das waren ein paar Uni-Externe, hochschulpolitisch ungebundene Studis, eine wechselnde (und mehrere Monate verschwundene) Person aus dem Ökoreferat vom AStA. Ergebnis dieser “gemeinsamen” Arbeit ist, dass shineUp in einem Flyer das Projekt quasi zum eigenen Erfolg erklärt. Das stimmt einfach nicht. Und so stelle ich mir Zusammenarbeit auch nicht vor.

  29. 29

    Galier schrieb,

    29. Juli 2009 @ 11:30

    Bündnispolitik a la Ruberg ;-)

  30. 30

    Stefanie schrieb,

    29. Juli 2009 @ 16:19

    Mich würde schon mal interessieren, wie es passieren konnte, dass in einem Juso-Asta eine Referentin verschwindet und nicht ersetzt wird.

    Schade, dass die Homepages der Jusos und der Gal so ziemlich die einzigen sind, die über Hochschulpolitik aktuell informieren.
    Beim Asta ist ja manchmal ewig kein Update und die shine Up ist auch nicht aktuell.

    Manchmal hat man als Studi, der in Berlin wohnt und arbeitet einfach nicht die Zeit, zu den Treffen der Gruppen zu gehen, würde aber trotzdem gerne wissen, was passiert.

  31. 31

    Marcus schrieb,

    31. Juli 2009 @ 03:29

    Schon einmal vorweg: ich bin war lange Zeit sehr skeptisch zu den ganzen hochschulpolitischen Aktivitäten eingestellt, seit Gründung von shine UP aber überzeugter Wähler. Das möchte ich doch einmal offen sagen, damit man mich gleich “in eine Schublade stecken” kann. Ich bin nun also quasi “ultragrün”.

    Ich finde den Umgang mit dieser sympathischen Liste doch ein wenig unfair.
    So wurde der Liste und ihren KandidatInnen schon im letzten Jahr jegliche Erfahrungen und Kompetenz im Vorhinein abgesprochen, und da hatte sie sich dann erst einige Wochen vorher gegründet und trat mit einem neuen Zusammenschluss von zumeist vorher noch nicht hochschulpolitischen Menschen erstmals zu den Wahlen an.
    shine UP versteht sich als partei-unabhängig, aber progressiv und kreativ.

    Wem sollten sie sich nach jahrelanger sehr guter, konstruktiv-kritischer Arbeit im Senat anderem anschließen, als der LiLi, die als einziges größeres Wahlbündnis mit nicht offen einen partei-politischen Gruppierung nahe steht? So konnten sie in Verhandlungen auch die Spitzenkandidatin für dieses Bündnis stellen, die dann knapp den Einzug in den Senat verpasste.

    Mich hat die Arbeit dann aber vor allem im letzten Jahr überzeugt: kreative Anträge im StuPa, manchmal ein wenig ironisch überzeichnet (wie das Pamphlet zu den Wahlen), aber der Grundansatz “mehr Farbspritzer in den Uni-Alltag zusetzen” hat doch wohl gefruchtet, so wurde bei der Uni-Bibliothek durchgesetzt, dass nun alle Studis vor Ausleih-Ende erinnert werden und nicht hinterher eine Mahnung bekommen, zahlen müssen und oft das Buch so noch später abgeben, denn man hat ja dafür gezahlt.

    Auch brachte sich die Liste sehr stark in eine AG zu einem besseren Umgang im StuPa ein, was dazu führte, dass die Sitzungen organisierter und konstruktiver verliefen.
    Vor allem aber war ich wirklich von der Arbeit im AStA überrascht, denn das waren ja wirklich alles Neulinge ohne jahrelange (Partei/Jugendstruktur-) und nur teilweise Erfahrungen in Fachschaftsräten und Initiativen.
    Ein tolles Sommerfest und ein CampusRadio wurden maßgeblich mit-organisiert, das studentische Café im Golm wieder neuem Atem eingehaucht, die studentisch Beschäftigten vernetzt und die Löhne erhöht, das Teilzeitstudium wird nun eingeführt, für ein gutes, faires brandenburgisches Hochschulgesetz und im Bildungsstreik wurde gestritten, außerdem wurden mit dem Öko-newsletter und aktuell Nachverhandlungen zum Semesterticket Akzente gesetzt.
    Zudem wurde das UniSolarDächer-Projekt mit-initiiert, was ja eine wesentliche Forderung im Wahlkampf war (nicht nur, aber auch von shine UP). Warum sollte man dies versteckt, oder die Mitarbeit nicht im Wahlkampf erwähnen?
    Sicher kann man sich überall noch mehr einbringen, aber gerade die hier kritisierte Referentin hat dazu viel Zeit und Engagement aufgebracht.
    Das sie dann eine unerwartete Studien-Chance im Ausland überrascht hat, ist wohl auch verständlich, schließlich sollten doch Auslandsaufenthalte und der Blick über den Tellerrand gefördert werden, oder? Trotzdem wurde im Auslandsvorbereitungsprozess nicht die Referatsarbeit liegen gelassen, auf Anfragen und mails geantwortet, wie mir von Ökologisch-bewegten Menschen berichtet wurde.
    Zudem wurde ein kompetenter Nachfolger gesucht und gefunden, der schon vor seiner Bewerbung um ein AStA-Referat auch wirklich Projekte in die Tat umgesetzt hat: die besagte Biogasanlage in Nicaragua gibt es seitdem wirklich.

    Bei allem wurde das WIR und die Zusammenarbeit von anderen groß geschrieben, und nicht wie bei anderen Listen (und auch leider Beiträgen hier ) das ICH betont.
    Natürlich ist da noch nicht alles Sonnenschein was shine UPig glänzt, aber ich denke diese Liste hat einen anderen Umgang als pauschale Kritik wie im Wahlkampf (von anonymen Flyern): “die Links-Partei würde BEAT oder shine UP wählen” und Angriffen hier in den Kommentaren.

    Warum kann eine Liste nicht partei-unabhängig, ökologisch, sozial, kreativ und progressiv sein, ohne gleich als unpolitisch, Spaßpartei, faul und radikallinks bezeichnet zu werden?

    shine UP stellt doch konkretes Arbeiten und Projekte vor Selbstprofilierung und destruktiver Kritik.

    Ich würde doch hier plädieren: “einen offeneren, demokratischeren Umgang” wagen!
    und hoffe, dass dies zukünftig auch bei den anderen Listen und WählerInnen (vor allem aber WahlkämpferInnen) so wahrgenommen wird.
    Scheinbar brauchen wir doch mehr “Farbklekse im Sichtbeton” (der Hochschulpolitik)!

  32. 32

    anonyma schrieb,

    2. August 2009 @ 10:23

    ja, marcus, als gallierin finde ich, du hast zum großteil recht: sympathische leute in der shine.up, denen es um die sache der studierenden geht und die das ganz gut gemacht haben. eine andere meinung habe ich vor allem, was den anschluss der shine.up an die lili für die senatswahlen angeht. dass müsste nicht aus inhaltlichen gründen sein. aber wenn man im asta zusammenarbeitet und nicht anhängsel der jusos sein möchte, ist das verständlich.

    komisch, dass die jusos jetzt nach den ersten sondierungsgesprächen mit der gal deren asta-kandidat_innen angeblich “unerfahren” finden.

    ich finde es schade, dass das verhältnis von shine.up als neuer, sachorientierter liste und gal darunter gelitten hat, dass koaltion und opposition nun mal seit ihrer gründung so zusammengesetzt waren, wie sie es sind. das schweißt zusammen. ich hoffe aber, dass man in der shine.up trotzdem reflektiert genug ist, um zu wissen, dass das mehr mit gruppendynamik als mit weitgehend gleichen inhalten zu tun hat.

  33. 33

    Die Zitrone » Jusos bleiben links schrieb,

    7. September 2009 @ 23:58

    [...] Koalition mit der GAL im Gespräch, nachdem es wieder nicht gelungen war, eine breites Bündnis zu finden. Mit 14 zu 11 Stimmen bei 3 Enthaltungen fiel die Entscheidung jedoch knapp [...]

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