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Archiv zur Kategorieüber den Tellerrand

Probleme lösen, aber mit wem?

Letzte Woche haben wir alle das StuPa neu gewählt (OK, nur jeder 10. von uns), aber viel anderes als letztes Jahr ist dabei nicht herausgekommen. Die alte AStA-Koalition hat wieder ihre 15 Sitze und könnte weitermachen, neu ist aber auch die rechnerische Möglichkeit einer GAL-Jusos-Koalition, die auf eine knappe Mehrheit mit 14 Sitzen kommt. Wir haben die Listen gefragt, welche Koalition sie sich jetzt wünschen und was sie zum Wahlergebnis sagen.

Die LUST gratuliert den Gewinnern und freut sich, dass sie ihr “gutes Ergebnis der Wahlen 2008 bestätigen” konnte. Nun wünscht sich Kandidatin Kristin Walter einen AStA, der “im Sinne der meisten Studenten agiert und nicht nur einer bestimmten Klientel”. Man solle “pragmatisch und tatkräftig an die Lösung der bestehenden Probleme” gehen. “Der letzte AStA war so groß wie noch nie und hat noch mehr Arbeit unerledigt gelassen, als die davor.”

Auch Shine UP ist zufrieden über ihr “gutes Wahlergebnis und 3 Sitze im StuPa, um weiterhin gute ‘Politik’ für die Studierenden zu machen.” Wichtig seien für Janis Klusmann “Inhalte und konkrete Projekte, mit denen Probleme gelöst” werden. Und: “Wir verschließen uns keiner Koalition.”

Enttäuschung dagegen beim RCDS: Trotz “gesteigerten Engagements im Wahlkampf” blieben Zugewinne aus. “Die Wähler haben sich wieder für ein politisch linkes StuPa entschieden. Das müssen wir so ersteinmal hinnehmen und versuchen unsere Rolle als Opposition bestmöglich auszufüllen”, schreibt Spitzenkandidat Lucas Müller. “Wahrscheinlich wird der letztjährige AStA, dessen Arbeit wir als misslungen ansehen, fortbestehen.”

Die GAL sieht sich als Wahlsieger und freut sich, “dass wir trotz 60% weniger Kandidaten als die Jusos immer noch stärkste Kraft sind”. Björn Ruberg wünscht sich klar eine Koalition mit den Jusos, eine “Grün-Rote”.

Die so umworbenen Jusos sehen in ihrem Zuwachs eine “Bestätigung unserer Arbeit innerhalb des StuPas und insbesondere (gemeinsam mit unseren Koalitionslisten) innerhalb des AStAs”. Sie wollen jetzt ein möglichst breites Bündnis mit vielen Listen – aber ohne den RCDS. Schon letztes Jahr hatten sie eine solche Koalition forciert, allerdings wollte die GAL da nicht mitmachen.

Spannend wird also, für wen sich die multikompatiblen Jusos entscheiden, wenn es wieder nicht zu einer breiten Koalition kommt: 2006/7 arbeiteten sie noch mit RCDS, LUST und GAL zusammen, die folgenden zwei Jahre dann mit den linken Listen.

Und die Wahlbeteiligung? Mehr als 11,3% wurden sonst nur erreicht, als auch über das Semesterticket abgestimmt wurde. Relativ hoch, sagt also die GAL und führt das auf die vielen Kandidaten und ihre Melonen-Stände zurück. Ohne das S-Bahn-Chaos wäre noch mehr drin gewesen. “Erschreckend gering” findet sie dagegen der RCDS. “Die universitären Gremien scheinen die meisten Studenten leider nicht zu interessieren. Dass die Wahlen statt finden war ja eigentlich kaum zu übersehen.”

Siehe auch: Grüne wollen mit den Jusos (PNN)

Bearbeitung 23:34 Uhr:  Es gab einiges Hin- und Her mit der Stellungnahme der GAL. Die nun aktuelle ist für die Öffentlichkeit gedacht und unterscheidet sich auch kaum von der ursprünglichen.

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Frau Steinbach redet nicht an der Universität Potsdam

Seit einigen Tagen war es bekannt: Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, ist eingeladen, vom 27. Mai bis 24. Juni 2008 an der Universität Potsdam und im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Neuen Markt vier Vorträge zur Siedlungsgeschichte der Deutschen in Ostmitteleuropa zu halten. Der AStA forderte die Absage der Veranstaltungsreihe mit dem Hinweis auf Frau Steinbachs Positionen und Äußerungen u.a. zur Oder-Neiße-Grenze und dem Vertriebenen-Zentrum. In einem Offenen Brief an die Hochschulleitung und die beteiligten Professoren schrieb Tamás Blénessy, derzeit Referent für Öffentlichkeitsarbeit des AStA, “Ich weiß weiterhin nicht, wie Sie auf die Idee kommen, die Vorsitzende des “Bundes der Vertriebenen” derart aufzuwerten, als dass sie weiterlesen »

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Internationaler Tag der Pressefreiheit

Heute soll ausnahmsweise ein Blick über den Tellerrand des Uni-Geschehens hinausgeworfen werden, hinaus in die Welt in der Politik nicht nur großes Theater ist.

Der 3. Mai ist Tag der Pressefreiheit und soll daran erinnern

  • dass Meinungs- und Pressefreiheit Grundlage jeder Demokratie sind;
  • dass Journalisten weltweit entführt, inhaftiert und ermordet werden;
  • dass auch in den westlichen Demokratien kritische Journalisten kriminalisiert und behindert werden.

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